Bernard Schlink – Der Vorleser

Meinungen zu einem Buch

verfasst im Rahmen eines Grundkurses Deutsch [12/2] bei Nicole Wrede

Rezension 1

Der Roman "Der Vorleser" spielt in der Zeit von 1968 bis ca. 1980. Die Erzählform ist die Ich- Erzählung aus der Sicht Michael Bergs, der mit 15 Jahren der Schaffnerin Hanna Schmitz begegnet. Noch weiß er nichts von ihrer verbrecherischen Vergangenheit als KZ- Wächterin und verliebt sich in sie. Sie erleben zusammen einen Sommer voller Zuneigung und Liebe. Das Verlangen der Beiden hält sie zusammen. Doch eines Tages ist Hanna verschwunden. Michael vermisst sie und das vertraute Ritual, was aus baden, Sex und vorlesen besteht. Michael wächst nun heran geprägt von Hanna und beginnt mit dem Jurastudium. In den anstehenden Kriegsverbrecherprozessen trifft er Hanna wieder , aber auf einmal scheint alles anders, wie eine Schranke die zwischen die einst Verliebten fällt. Es ist eine gewisse Distanz entstanden, die Michael emotional tief bewegt und er ist von Gewissensbissen geplagt eine Verbrecherin geliebt zu haben. Er fühlt ein Gefühl der Leere, wenn er Hanna sieht, empfindet er nichts, kein Hass und keine Zuneigung. Trotz alledem verpasst er keine einzige Verhandlung und nach einiger Zeit lüftet er ein Geheimnis, das Hanna umhüllt, wie ein Nebelschleier. Es scheint ihm die Antwort auf zahlreiche Missverständnisse in ihrer Beziehung zu sein. Das Wissen um das Geheimnis Hannas belastet Michael schwer, denn diese Schwäche könnte Hanna entlasten und vor einer folgeschweren Bestrafung schützen.

Meiner Meinung nach zeigt das Buch einige Probleme der Nachkriegsgeneration auf. Michael Berg, der mit der Vergangenheit in Verbindung steht aber in der zweiten Generation geboren ist, kann keineswegs sachlich an die Prozesse herangehen, da in einer emotionalen Bindung zu Hanna steht. Hanna ist für Michael Berg die Brücke zur Kriegszeit.

Dieses Buch lässt sich einfach lesen und verschafft dem Leser einen Einblick in die verzwickte Lage, in der sich Michael Berg befindet. Die Aufarbeitung der Nachkriegszeit wird deutlich dargestellt und man kann sich in die Lage des Hauptdarstellers versetzen, da der Roman sehr spannend geschrieben ist und den Leser fesselt.

Von Sebastian Sachweh



Rezension 2

  1. Angaben über den Autor Bernhard Schlink
  2. Inhalt
  3. Zentrale Themen
  4. Sprache / Lesbarkeit
  5. Meinung der Rezensenten
  1. Angaben über den Autor Bernhard Schlink

Bernard Schlink wurde 1944 in der Nähe von Bielefeld als Sohn eines Theologieprofessors geboren.Er machte Abitur und studierte danach Jura. Seit 1988 ist er Richter am Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 1990 ist er Professor für Staatsrecht und Öffentliches Recht in an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 1992 Mitglied des akademischen Senates der Universität, zeitweise als Dekan. 1997/98 Gastprofessur in New York. Lebt heute in Berlin und Bonn. Er ist Vater eines Sohnes. Seine Lebensgefährtin lebt in Düsseldorf:

2. Inhalt

Der Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink handelt von der Beziehung zweier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Dem 15-jährigen unerfahrenen Schüler Michael und der 36-jährigen, in der Beziehung dominanten, Schaffnerin Hanna. Ihre Zuneigung zueinander drückt sich durch ein stetiges Ritual aus, dieses besteht aus dem Baden, dem Vorlesen und dem "sich Lieben". Genauso unerwartet wie die Beziehung selbst ist auch das Ende dieser Liebe. Hanna verschwindet von einem Tag auf den anderen spurlos. Viele Jahre später treffen sich die beiden im Gerichtssaal wieder. Michael besucht die Verhandlungen im Rahmen seines Jurastudiums, Hanna hingegen sitzt als NS-Verbrecherin auf der Anklagebank. Da Hanna während des Prozesses mehr Schuld auf sich nimmt als sie eigentlich hat, entdeckt Michael ihren verheimlichten Analphabetismus. Nun gerät er in einen Gewissenskonflikt : "Soll er es dem Gericht erzählen, um ihre Schuld zu mindern ?". Er entscheidet sich dagegen und Hanna wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Während der Haft setzt sie sich mit ihrem Analphabetismus auseinander und lernt sogar Lesen und Schreiben. Kurz vor ihrer Entlassung begeht sie aus Angst vor dem weiteren Leben Selbstmord.

Zentrale Themen

4. Sprache / Lesbarkeit

Der Autor benutzt eine einfache, moderne Sprache, bewahrt aber ein angenehmes Sprachniveau, so dass man den Roman in 5-6 Stunden lesen kann. Man sollte aber gewillt sein, den Roman nochmals gründlich zu lesen, da die Symbolik sich nicht in den Vordergrund drängt. Somit lässt die Sprache dem Leser Raum, sich selbstständig mit den aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen. Bernhard Schlink drängt den Leser durch seine Sprache also nicht in ein Denkmuster, sondern stellt verschiedene Denkansätze dar. Dies wird der problematischen moralischen Grundfrage des Buches nur gerecht. Die Stärke Schlinks ist die Darstellung von Emotionen und inneren Konflikten, oft benutzt er viele kurze Sätze, entweder mit gleicher oder entgegengesetzter Bedeutung, um je nach Bedarf Gleichartiges oder Widersprüchliches zu verstärken. Dadurch wird der Leser veranlasst seine frisch gefasste Meinung sofort wieder zu überdenken und ggf. zu revidieren.

5. Meinung der Rezensenten

Allgemein wurde das Buch von uns gut angenommen. Da der Roman im Themenbereich sehr vielseitig ist, kann man gut damit im Unterricht arbeiten und ihn interessant gestalten. Es können Themen wie der Konflikt zwischen der ersten und der zweiten Generation, die Liebesbeziehung zwischen jung und alt oder auch die Kriegszeit behandelt werden. So hat sich für jeden zumindest ein Schwerpunkt ergeben.

von Andrea, Meik , Christian, Jens, Inga und Miriam

Rezension 3

Der Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink spielt in der Nachkriegszeit und handelt von einem 15jährigen Jungen, der sich in eine weitaus ältere Frau verliebt. Sie haben eine Affäre miteinander, in der sie sich ständig streiten, weil Hanna (36), so heißt sie, sich von ihm, Michael, sich oft verletzt fühlt. Wenn er ihr auch aus Liebe immer wieder eingesteht, daß er einen Fehler gemacht habe, an allem Schuld sei und es ihm Leid täte, zeigt sie sich ihm gegenüber kühl und läßt ihn nicht wirklich an sich heran. Der Autor berichtet in vielen Einzelheiten, voran dieses zu erkennen ist. Hat man die Geschichte von Michael und Hanna bis zum Schluß gelesen, erkennt man, warum sie so gehandelt hat (dieses wird noch im weiteren Verlauf erwähnt.). Im zweiten und dritten Teil des Buches geht es um das weitere Leben Michaels nach ihrer Affäre. Schlink berichtet, wie Michael Hanna in einem Gerichtssaal wiedersieht, wo er als Jurastudent an einer Verhandlung teilnimmt. Hanna sitzt als Angeklagte vor dem Richter, durch die von ihm ausgesprochenen Anschuldigungen gegen jene, erfährt der Leser, was Hanna vor der Zeit der Affäre, die durch ihr plötzliches Verschwinden endete getan hatte. Hanna, die schon zum zweiten Mal eine Beförderung abgelehnt hatte, war damals zur SS gegangen.
Auf die Beschuldigung hin viele Menschen als Aufseherin umgebracht zu haben, unterschreibt sie die Anklageschrift. Im Verlaufe der Verhandlung, findet Michael heraus, daß Hanna Analphabetin ist. Liest man dem 3. Teil entgegen, wundert man sich, warum Michael diese Tatsache nicht aufgeklärt hat: Hanna hüllte sich in Schweigen und hütete ihr Geheimnis, um vor der Gesellschaft nicht bloßgestellt zu werden und ihr Gesicht zu verlieren. Während Hanna zu lebenslanger Haft verurteilt wird und im Gefängnis sitzt, hat Michael noch weitere Beziehungen . Einmal hat er auch etwas mit seiner früheren Schulfreundin Sophie, für die er zwar tiefe freundschaftliche Gefühle empfunden hatte, doch sie nie lieben gelernt hatte. Zuletzt heiratet er Gertrud. Mit ihr zusammen hat er eine Tochter, die sie Julia nannten. Doch diese Ehr hält nicht lange. Immer wieder dominiert Hanna in seinen Gedanken, und indirekt auch in seinem Leben. Er kann niemanden sonst lieben. Als Michael Hanna im Gerichtssaal erkennt, beginnt sein Kampf mit sich selber: Ist er schuldig eine Verbrecherin geliebt zu haben, ist Hanna schuldig, ist Hannas Verhalten durch ihre Bewahrung des Gesichts entschuldbar? Diese Fragen lassen ihn zeitlebens nicht wieder los. Um sich seiner Sache sicherer zu werden, besucht er die Konzentrationslager und erkundigt sich über Menschenschicksale. Mit seinem Vater, einem ausgebildeten Philosophen , diskutiert er über sein Entscheidungsproblem. Dabei erwähnt er Hanna mit keinem Wort. Michael beschließt, Bücher zu lesen, diese auf band aufzunehmen und sie an Hanna zu senden. Er besucht sie nicht im Gefängnis, er spricht noch nicht einmal ein Gruß auf das Band, doch die besprochenen Kassetten bekommt Hanna regelmäßig. Sie leiht sich die von ihm gelesenen Bücher aus der Gefängnisbücherei und lernt durch das Vergleichen von gesprochenen Wort und Text das Lesen. Ein letztes Mal besucht Michael Hanna auf Aufforderung des Gefängnisdirektors kurz vor ihrer Entlassung. Einen Tag später erhängt Hanna sich.

Stichpunkte:

Der "Vorleser" besticht durch einen einfach, aber nicht plumpen Sprachstil und wird dadurch für jedermann verständlich. Der Leser wird gefesselt von der ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die sich zwischen zwei völlig verschiedenen Menschen entwickelt.. Einmal in die Hand genommen, muss man das Buch einfach zuende lesen. Das Thema Nationalsozialismus wird in diesem Buch einmal ganz anders angegangen. Der Analphabetismus scheint als Entschuldigung für den Eintritt Hannas in die SS. Und Michael, Vertreter der Nachkriegsgeneration, muss einen geliebten Menschen als Mörder erkennen und versuchen damit umzugehen.

Bernhard Schlink lässt den Leser zu einer eigenen Meinung zukommen, denn er gibt sowohl Pro- als auch Kontra- Argumente, fügt jedoch weder eine positive noch eine negative Meinung hinzu.

 

Am 6.Juli 1944 wird Bernhard Schlink in Bielefeld geboren. Er wächst auf in Heidelberg und Mannheim. Nach dem Abitur studiert er Jura. 1981 wird er Professor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Bonn. Sieben Jahre später wird er Verfassungsrichter des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster. Von 1989 bis 1990 ist er Mitarbeiter am Runden Tisch in Ost-Berlin. Wiederum drei Jahr später wird Schlink Vertreter der Position der SPD-regierten Bundesländer im Verfahren um den Abtreibungsparagraphen 218 vor dem Bundesverfassungsgericht. Heute ist Schlink Vater eines Sohnes. Beide leben in Bonn, während Schlinks Freundin in Düsseldorf wohnt. von Katrin, Thorsten und Verena P.

Rezension 4

Bernhard Schlink hat mit seinem Buch ein Kunstwerk geschaffen, indem er eine Liebesgeschichte mit einer politischen Schuldfrage in Verbindung bringt.

Der Roman " Der Vorleser " handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem 15 - jährigen Jungen und der 21 Jahre älteren Schaffnerin Hanna Schmitz. Als er sie beim Erbrechen auf der Straße zum ersten Mal sieht und sich später bei ihr zu Hause dafür bedanken will, daß sie ihn nach Hause gebracht hat, verliebt er sich in sie. Am liebsten würde er die ganze Zeit die Schule schwänzen, um bei ihr zu sein. Als Hanna spurlos verschwindet, trift er sie Jahre später im Gerichtssaal wieder, wo sie beschuldigt wird, früher als KZ - Wächterin unterlassene Hilfeleistung begangen zu haben.

Wochenlang verfolgt er die Verhandlungen und plötzlich überfällt ihn Hannas Geheimnis. Er bemerkt, daß Hanna nicht Lesen und Schreiben kann. Sie wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Plötzlich wandelt sich das Bild der gutmütigen und liebeswerten Person in das einer Mörderin.

Der "Vorleser" besticht durch einen einfach, aber nicht plumpen Sprachstil und wird dadurch für jedermann verständlich. Der Leser wird gefesselt von der ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die sich zwischen zwei völlig verschiedenen Menschen entwickelt.. Einmal in die Hand genommen, muss man das Buch einfach zuende lesen. Das Thema Nationalsozialismus wird in diesem Buch einmal ganz anders angegangen. Der Analphabetismus scheint als eine Art Entschuldigung für das Wegsehen der Kriegsgeneration. Es fällt nicht mehr so leicht, Schuldzuweisungen auszusprechen.

Bernhard Schlink lässt den Leser zu einer eigenen Meinung kommen, denn er gibt sowohl Pro- als auch Kontra- Argumente, fügt jedoch keine eigene Meinung hinzu. Das autobiographisch geschriebene Buch bietet eine interessante Liebesgeschichte, und den Versuch mit der Frage der Schuld einmal anders umzugehen. Alles in allem ein mehr lesenswertes Buch.

Am 6.Juli 1944 wird Bernhard Schlink in Bielefeld geboren. Er wächst in Heidelberg und Mannheim auf. Nach dem Abitur studiert er Jura. 1981 wird er Professor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Bonn. Sieben Jahre später wird er Verfassungsrichter des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster. Von 1989 bis 1990 ist er Mitarbeiter am Runden Tisch in Ost-Berlin. Wiederum drei Jahr später wird Schlink Vertreter der Position der SPD-regierten Bundesländer im Verfahren um den Abtreibungsparagraphen 218 vor dem Bundesverfassungsgericht. Heute ist Schlink Vater eines Sohnes. Beide leben in Bonn, während Schlinks Freundin in Düsseldorf wohnt.

Der größte Teil unserer Gruppe ist der Meinung, dass das Buch vom Inhalt her sehr gut gewählt ist und der Hintergrund sehr interessant und aufschlussreich ist.

Die Sprache an sich ist leicht verständlich. Da Michael Berg, der Geliebte, seine Gefühle in der Lektüre offen schildert kann man sich leicht mit der Hauptfigur identifizieren. Der Autor bemüht sich zwar alles möglichst neutral zu halten, indem Michael sich häufig selbst ermahnt, objektiv zu bleiben, aber teilweise misslingt ihm der Versuch.

Trotzdem sollte man sich dieses Buch vornehmen und versuchen, sich nicht sofort von seinen Gefühlen leiten zu lassen, sondern

von Gregor, Hasan & Dragan

Rezension 5

Ein Leben mit der Schuld

Der Roman "Der Vorleser" des Rechtsprofessors Bernhard Schlink (geb. 1944) handelt von der Liebe des 15jährigen Michael Berg zu der 21 Jahre älteren Hanna Schmitz. Die Beziehung ist geprägt von der Dominanz Hanna's gegenüber Michael als

unerfahrenem Jüngling. Nach ungefähr einem halben Jahr endet die stets geheimgehaltene Affäre plötzlich durch das Verschwinden Hanna's.

Jahre später, im Rahmen Michael's Jurastudiums, sehen sich die ehemals Verliebten in einem Gerichtssaal wieder. Michael auf der Zuschauerbank, Hanna als angeklagte NS-Kriegsverbrecherin. Im Laufe des Prozesses gerät Michael in Gewissenskonflikte, ob er die erste Generation, zu der Hanna zählt, verurteilen oder ihr vergeben sollte. Sein innerer Konflikt wird erschwert, als er herausfindet das Hanna Analphabetin ist - er weiß nun noch weniger, was er über sie denken soll. Er entschließt sich dem Gericht nichts von Hanna's Lebenslüge zu erzählen und somit ihre Schuld zu schmälern.

Hanna wird als einzige der Angeklagten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Während ihrer Haft überwindet sie ihre Schwäche und lernt lesen und schreiben. Mit diesen neuerlangten Fähigkeiten beginnt sie sich mit ihrer Vergangenheit - vor

allem den Kriegsjahren - auseinanderzusetzen.

Kurz vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis begeht Hanna Selbstmord und flüchtet aus ihrem weiteren Leben, das von Rechtfertigungen geprägt wäre.

Diese Geschichte wäre an sich ja nichts besonderes, wenn Bernhard Schlink nicht so geschickt auf den Generationskonflikt der Nachkriegsjahre durch versteckte Fragestellungen hinweisen würde. Seine Liebesgeschichte wirft zum Beispiel Fragen nach den Gründen für Hanna's Schweigen über ihren Analphabetismus auf oder stellt die Frage, ob die Bloßstellung in der Gesellschaft schlimmer ist als die gerichtliche Bestrafung.

Zudem muss sich der Leser die Frage stellen, ob Hanna's Analphabetismus ihre Kriegsverbrechen - Hanna war Aufseherin in einem Lager bei Krakau - entschuldigt. Diese Fragen baut Bernhard Schlink sehr geschickt in die ein wenig abstruse

Liebesgeschichte ein, so dass der Leser sich ein eigenes Urteil bilden soll. Hingegen löst der Protagonist dieses Problem durch Schweigen und begeht somit "Selbstbetrug".

Dieses Buch ist ideal für den Schüler von heute: Halbwegs interessant und einfach zu lesen! Es beschäftigt sich mit der Problematik der Nachkriegsgeneration, die ohne eigenes Verschulden für schuldig gehalten wird, obwohl ihre Vorfahren in der

geschichtlichen Dekade weggeschaut haben.

Am Anfang hat der Leser das Problem das Bernhard Schlink mit Zeitsprüngen arbeitet, was das Einordnen der Geschichte in einen zeitlichen Rahmen sehr schwierig gestaltet. Erst im Nachhinein, was auch ein geschicktes Mittel ist und die Geschichte spannend gestaltet, kann man die Geschichte im Ganzen nachvollziehen.

Unserer Meinung nach gestaltet Schlink die Spannung zwischen der 1. und 2. Generation, die er abstrakt in eine Liebesgeschichte verpackt, sehr interessant. Es ist ein wichtiges Buch um das Geschehen des Krieges aufzuarbeiten und die sozialen Probleme der Nachkriegszeit zu verarbeiten. Menschliche Schwächen wie Hanna's Verschweigen ihres Analphabetismus werden in die prägnante Situation des Protagonisten Michael Berg gekonnt eingearbeitet.

Fazit: Kaufen!

Was Zeitungen meinen:

Ein Wunderwerk der Literatur "FURZ 19.02.1995"

Ein Buch zum Nachdenken "BLÖD 23.02.1995"

Häh??? "Bravö 14.02.1995"

Ein sensibler Mann "Emma 31.02.1995"

 

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und Timon Pott sowie Seb Sachweh